Ralph Hauswirth

Technische Leitung NAIRS und Künstler

Ralph Hauswirth in Chur zur Welt gekommen und seitdem immer unterwegs. Schliesslich landete er in Basel und lebt und arbeitet dort künstlerisch. Zuerst Bildhauerei in Luzern, danach Studium in Berlin. Aneignung Fotografie und schliesslich installative Arbeiten in Landschaften und an speziell ausgesuchten Orten. Arbeitet als technischer Leiter seit Jahren im Zentrum für Gegenwartskunst NAIRS.

„Ralph Hauswirth kennt NAIRS seit seinem Aufenthalt 1991 und hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten, ausgehend von seinem damaligen Atelieraufenthalt, mit den prähistorischen Schalensteinen in Sgné (Tarasp) und ebenfalls mit den Ablagerungen der Mineralquellen künstlerisch auseinandergesetzt (Ausstellungen ‚Die Reise zurück 3’, 2000 und ‚Guarda Samnaun’, 2005, mit Pascal Lampert); später kamen weitere Auseinandersetzungen mit der Engadiner Kulturlandschaft und im Speziellen mit dem Mortratschgletscher dazu (,transit Engiadina’, 2005 und ‚Actual position’, 2007). Ralph Hauswirth hat die Fähigkeit auf verspielte und gleichzeitig präzise Weise die unterschiedlichsten Zeitschichten miteinander kommunizieren zu lassen und damit Gegenwart zu erzeugen. Mit den Mitteln der Linie schafft der Künstler immer wieder räumlich-zeitlich einzigartige Konstellationen, wobei der Humor hintergründig immer seinen Platz hat. Heute ‚zeichnet’ der Bildhauer vornehmlich mit farbigen verspannten Seilen im Raum. Für die Ausstellung RESONANZEN I RESONANZAS entwickelt Ralph Hauswirth eine die Struktur der Dachkonstruktion (Estrich) interpretierende Verspannung, die eine Neuinterpretation des vorhandenen Giebels beabsichtigt. Die vorläufig und ephemer wirkende Konstruktion erinnert an ein Schnurgerüst, das jeweils vor Beginn eines Neubaus entsteht und durch präzise Vermessung das Entstehende suggeriert und den Bauprozess einleitet.“ Christof Rösch, Kurator NAIRS Resonazas 2011

Kontakt: r.hauswirth@gmx.net

Statement des Künstlers

„Auf der Suche nach dem Sinn, sich zurechtfinden über die Arbeit und den sozialen Kontakt im Leben durch die Menschen. Denkt man darüber nach, ist die Möglichkeit geschaffen, Kunst zu machen. Gleich der Ausrüstung der Bergsteiger, bewegt man sich in unwegsamen Gelände gleichermassen fort, um Kunst zu machen.

Wenn ich Raum bewusst mache, öffne ich meine Sinne.
Dadurch bahnt sich ein Erlebnis an.

Was passiert, wenn ich künstlerisch arbeite?
Dieses Erlebnis findet einen Weg.

Was hat das nun für eine Bedeutung?
Das Erlebnis im Raum, verbunden mit dem Dialog des Betrachtens, bildet ein kleines Glück.

Wird das über die künstlerische Arbeit begreifbar, sollte man zufrieden sein.

Abgebildete Arbeit:

nairs, vor anker gehen, 2011
installation, seile, holz, takellage, beton, gips etc.

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