Artists in Residence-Programm
Im Rahmen ihres internationalen Residenzprogramms lädt die Fundaziun Nairs jährlich rund 30 von einer Jury ausgewählte Kulturschaffende und Denker*innen zu mehrmonatigen Atelieraufenthalten ein. Die Aufenthalte dauern zwei bis zehn Monate und bieten Raum für konzentriertes Arbeiten, gemeinschaftliches Zusammenleben und interdisziplinäre Kooperationen. In einer Zeit zunehmender Beschleunigung, Fragmentierung und gesellschaftlicher Verunsicherung nehmen sich Kulturschaffende hier bewusst Zeit für die Auseinandersetzung mit künstlerischen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Fragestellungen unserer Gegenwart.
Monatlich stattfindender Rundgang durch die Ateliers der aktuellen Resident*innen: Rückblick Gir d’AIR am 25. April 2026
Zwischen März und November findet jeweils am zweitletzten Samstag des Monats der Gir d’AIR, ein geführter Rundgang durch die Ateliers der aktuellen Resident*innen, statt.
Am 25. April 2026 präsentierten neun Resident*innen ihre Arbeiten: Molly Crisp und Sophia Dowson-Collins gewährten Einblick in Cyanotypie-Arbeiten und eine daraus entstehende architektonische Struktur, Jasper Mehler in ein Soundpiece mit nicht hörbaren Frequenzen aus der Umgebung von Nairs. Damiano Curschellas entwickelte ausgehend von der Bibliothek des Künstlers Peter Trachsel temporäre Installationen, Nando von Arb arbeitete an seiner dritten Graphic Novel. Poorvi Sultania zeigte landschaftsinspirierte Malerei, Tyra Wigg Ausschnitte aus der Traum-Recherche «More than a Metaphor» und Lavanya Thakur ihre Arbeit an einer Performance zu Identität. Den Abschluss bildete Beatrice Dörig, die ihre Zeichnung aus Schiefersteinsand dem Inn übergab.
Rückblick romanisches Literaturfestival «Schmolitz. LitteraturA Nairs» vom 13.–15. März 2026
Das Festival LitteraturA Nairs positioniert sich seit der ersten Ausgabe 2018 als Impulsgeberin und kritische Plattform für rätoromanische Literatur der Gegenwart. Es fördert und verbindet künstlerischen Ausdruck mit wissenschaftlicher Forschung und eröffnet mit einem vielfältigen Programm neue Zugänge zur rätoromanischen Literatur. Die Ausgabe «Schmolitz. LitteraturA Nairs» setzte den Schwerpunkt auf die literarische Übersetzung und den Dialog zwischen den beiden Schweizer Sprachräumen Rumantschia und Romandie.