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Wanda Tschill Nay

1980*, Zürich,CH

Meine künstlerische Praxis bewegt sich zwischen Studio und der Öffentlichkeit, zwischen Sichtbarkeit und der Verwischung von Urheberschaft. Welche Möglichkeiten gibt es, Spuren zu hinterlassen, ohne einer Autor*innenschaft anzugehören? Bei den Interventionen im öffentlichen Raum entstehen bestenfalls Momente des Aufeinandertreffens – zwischen Erwartungen und Irritation, zwischen alltäglichen Dingen und künstlerischen Setzungen.

Welche Grenzen lassen sich verschieben, welche neu verhandeln? Was passiert, wenn Besitz, Raum oder Zugehörigkeit brüchig werden? Sind Atelier und Museum Rückzugsorte – oder entstehen die entscheidenden Momente dort, wo künstlerische Gesten ephemer auftauchen, sich verweben und wieder verschwinden?

So entsteht eine Praxis, die in Bewegung bleibt, nicht erstarrt, sondern sich verflüchtigt – im Spannungsfeld von Sichtbarwerden und Verschwinden, von individueller Handschrift und kollektiver Aneignung, von Innenraum und Öffentlichkeit.