Die Engadiner Architekturtage gehen in ihre sechste Ausgabe, unter dem Titel «Anders wohnen?».
Diesen Herbst finden zum sechsten Mal die Engadiner Architekturtage statt. Sie stellen erstmals das Wohnen in den Mittelpunkt. Wohnraum ist im Engadin knapp und zunehmend teuer, Zweitwohnsitze verdrängen potenziell fest Ansässige. Aktuelle Projekte und Initiativen für preisgünstiges Wohnen geben Anlass, der Frage nachzugehen, wie im Engadin bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden kann.
Inwiefern bedarf es dazu politischer Handlung? Was sind die Potenziale von bottom-up-Initiativen? Welche Gesellschafts- und Wohnformen verfolgen dieses Ziel, und welche Anforderungen stellen kollektive Wohnformen an die Architektur? Im Fokus steht die genossenschaftliche Wohnform, die in den Städten eine lange Tradition hat und sich dort bewährt.
Auch der alpine Raum verfügt mit Alp-, Milch- und Käsereigenossenschaften über eine Tradition der kollektiven Organisation und des Teilens. Lässt sie sich aufs Wohnen übertragen? An den Architekturtagen teilen Initiantinnen, Architektinnen und Vertreter*innen aus Politik und Stiftungen aus dem Engadin und aus Schweizer Städten ihre Positionen, Ideen und Erfahrungen.
Programm
Freitag, 16. Oktober 202618.30 Uhr
Eintreffen und Begrüssung
Christian Inderbitzin, Roger Boltshauser
19 Uhr
Vortrag
«Engadiner Wohngeschichten. Lust und Last des Gemeinschaftlichen»
Jon Mathieu, Historiker
Im Anschluss Apéro riche und Barbetrieb
Samstag, 17. Oktober 202611.30 Uhr
Begrüssung und Einführung
Christian Inderbitzin
12 Uhr
Vortrag
Gion Caminada, Architekt
13 Uhr
Podiumsdiskussion mit Kurzvorträgen
«Wege zu einem anderen Wohnen: Initiativen und Projekte»
Moderation: Christian Inderbitzin
Teilnehmende:
Marianne Baumgartner, Architektin
Luca Camponovo, Architekt
Hans Schmid, Hotelier Piz Linard
Annina Meier, Architektin
Luca Pestalozzi, Architekt
Andreas Flury, Stiftungsratspräsident
15 Uhr
Pause
16 Uhr
Podiumsdiskussion mit Kurzvorträgen
«Wege zu einem anderen Wohnen: Bottom-up und politische Rahmenbedingungen»
Moderation: Christian Inderbitzin
Teilnehmende:
Gion Caminada, Architekt
Marion Clauss, Architektin
Riet Fanzun, Architekt und Società Ana Florin
Urs Padrun, Architekt
Mira Porstmann, Stiftung Einfach Wohnen
Christine Steiner Bächi, Stiftung Einfach Wohnen
Im Anschluss Apéro und Barbetrieb
Informationen
Kombi-EintrittCHF 15 / 10 (reduziert)
Keine Anmeldung erforderlich
Alle Vorträge und Podien finden in der sala Christof Rösch im Untergeschoss der Fundaziun Nairs statt.
KuratoriumRoger Boltshauser
Christian Inderbitzin
ProjektmanagementHolger Harmeier (Studio Boltshauser, ETH Zürich)
Team Fundaziun Nairs