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Beatrice Dörig

1968*, St. Gallen, Switzerland

 

In Beatrice Dörig’s Zeichnungen auf Papier, in ihren raumfüllenden Installationen und in ihren Performances ist die Linie die Hauptakteurin. In der Wiederholung reiht sich Linie an Linie oder folgt in einem Strang unablässig einer geschlossenen Form. Die visuellen Aufzeichnungen erinnern an seismografische Spuren. Sie halten subtile Bewegungen und feinste Verschiebungen fest. Es werden zeitliche und räumliche Dimensionen ebenso verhandelt wie die Beständigkeit und Fragilität von Existenz. Das Interesse der Künstlerin bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Unendlichkeit und Vergänglichkeit. Wiederkehrende Prozesse und temporäre Zustände werden mittels Reduktion und Wiederholung erforscht. In der Kontinuität ihres Schaffens liegt eine Ruhe, die Raum schafft zur Reflexion über Transformation, Wandel und Unbeständigkeit.

In Beatrice Dörig’s drawings on paper, her immersive installations, and her performances, the line is the central protagonist. Through repetition, line follows line or unceasingly traces a closed form in a continuous strand. The visual recordings recall seismographic traces, capturing subtle movements and the finest shifts. Temporal and spatial dimensions are explored, as are the permanence and fragility of existence. The artist’s interest unfolds within the tension between infinity and transience. Recurring processes and temporary states are investigated through reduction and repetition. Within the continuity of her practice lies a sense of calm that opens up space for reflection on transformation, change, and impermanence.